Nachwachsende Rohstoffe

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Nachwachsende Rohstoffe sind land- und forstwirtschaftliche Rohstoffe pflanzlichen und tierischen Ursprungs, die für eine stoffliche oder energetische Nutzung eingesetzt werden.

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)  fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE-Vorhaben) sowie Demonstrationsvorhaben, die zumindest mittelfristig die Markteinführung von Produkten aus einheimischen nachwachsenden Rohstoffen erwarten lassen.
Damit soll ein Beitrag für eine nachhaltige Rohstoff- und Energiebereitstellung geleistet werden. Weitere Ziele des Programmes sind, die Umwelt durch Ressourcenschutz, besonders umweltverträgliche Produkte und CO2-Emissionsverminderung zu entlasten und  die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft sowie der vor- und nachgelagerten Bereiche zu stärken.

Förderschwerpunkte sind: 

  • Züchtung zur Verbesserung der Ertrags- und Qualitätseigenschaften von Rohstoffpflanzen aus landwirtschaftlicher Produktion
  • Nachhaltiges Stoffstrom-Management zur optimalen Versorgung von Produktions- und Verarbeitungsanlagen mit biogenen Ressourcen
  • Entwicklung von Konzepten für eine nachhaltige Erzeugung und Verwertung nachwachsender Rohstoffe unter besonderer Berücksichtigung der Ressource Wasser
  • Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen
  • Entwicklung innovativer Konversionsverfahren auf der Basis nachwachsender Rohstoffe
  • Dezentrale Erzeugung von Wertstoffen in aquatischen Systemen
  • Optimierung biogener Reststoffnutzungen und Erschließung von Recycling-Potenzialen
  • Entwicklung nachhaltiger, umweltschonender und effizienter Wärmeversorgungskonzepte sowie von Bau- und Dämmstoffen für Gebäude unter Verwertung biogener Rohstoffe
  • Verarbeitung biogener Rohstoffe zu Zwischen- und insbesondere Endprodukten
  • Entwicklung von Technologien und Systemen zur Bioenergiegewinnung und -nutzung mit dem Ziel der weiteren Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen
  • Flexible und effiziente Bioenergieanlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energieträgern (Strom, Wärme und Mobilität) in Verbindung mit Systemintegration und Sektorkopplung
  • Informationen und gesellschaftlicher Dialog zu Bioökonomie und Nachhaltigkeit

Waldklimafonds

Der Waldklimafonds fördert Maßnahmen zur Erhaltung und zum Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz sowie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Er ist Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds und wurde auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter gemeinsamer Federführung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) eingerichtet.

Förderschwerpunkte sind:

  • Anpassung der Wälder an den Klimawandel
  • Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern
  • Erhöhung des Holzproduktspeichers sowie der CO2-Minderung und Substitution durch Holzprodukte
  • Forschung einschließlich Monitoring
  • Information und Kommunikation

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