Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung - COST

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COST (European Cooperation in Science and Technology) bildet seit 1971 einen Rahmen zur europäischen Vernetzung nationaler Forschung. COST hat 38 Mitgliedstaaten. Israel ist als kooperierender Staat an COST beteiligt. COST kann eine Vorreiterrolle für Themen einnehmen, die auf europäischer Ebene noch nicht hinreichend vernetzt sind.

COST fördert die Vernetzung von Forschenden aus europäischen Staaten zu einem von ihnen festgelegten innovativen Thema. Es finanziert verschiedene COST-Netzwerkaktivitäten innerhalb der einzelnen Netzwerke.

COST hat 38 Mitgliedstaaten. Dazu zählen neben den EU-Mitgliedstaaten die EU-Beitrittskandidaten und potenziellen Beitrittskandidaten: Albanien, Bosnien-Herzegowina , die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island Serbien, Montenegro, Türkei, die EFTA-Staaten Norwegen und Schweiz sowie Israel als kooperierender Staat. Darüber hinaus können auch Institutionen aus anerkannten benachbarten Staaten und internationalen Partner-Ländern an den Forschungsvorhaben mitwirken.

Themenfelder

COST-Aktionen sind interdisziplinäre Wissenschafts- und Technologienetzwerke, die grundsätzlich thematisch offen sind. Der Bottom-up-Ansatz ermöglicht die freie Wahl von Themen, in denen Forschungsbedarf erkannt wird. 

Besonderheiten

Forschende aus mindestens sieben COST-Mitgliedstaaten müssen sich an der Antragstellung beteiligen. Die eigentlichen Forschungsarbeiten werden auf nationaler Ebene durchgeführt, finanziert und innerhalb der Aktion koordiniert. Die Unterstützung durch COST besteht in der Finanzierung der Kosten, die mit der Organisation und Durchführung einer Aktion zusammenhängen. Dazu gehören Publikationen, Workshops, Seminare und kurze Studienaufenthalte. COST-Aktionen sind während ihrer 4-jährigen Laufzeit offen für weitere Mitglieder.

Antragstellung

Vorschläge für neue COST-Aktionen können jederzeit auf Basis einer kontinuierlichen Ausschreibung (Open Call mit ein bis zwei Stichtagen pro Jahr) von Wissenschaftlern, Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder forschenden Unternehmen elektronisch bei der zentralen COST-Administration in Brüssel eingereicht werden. Es wird empfohlen, im Vorfeld Kontakt mit dem Nationalen COST Koordinator, dem COST-Büro, aufzunehmen.