Förderbegriffe

© Thinkstock by Getty Images

Wichtige Begriffe rund um die Forschungs- und Innovationsförderung - kurz erläutert.

  • Bonitätsprüfung
    Beurteilung der wirtschaftlichen Unternehmenssituation. Sie stellt sicher, dass die für das Projekt notwendigen Eigenmittel erbracht werden können. Bei Antragstellung reicht das Unternehmen Bonitätsunterlagen ein.
  • De-minimis-Beihilfe
    Beihilfe, die einem Unternehmen gewährt wird und deren Betrag als geringfügig anzusehen ist. Sie ist somit nicht weiter genehmigungspflichtig durch die Europäische Kommission.
  • Eigenmittel
    Höhe der bei Anteilfinanzierung erforderlichen Eigenbeteiligung des Unternehmens an den Gesamtkosten des Vorhabens.
  • Fördervoraussetzungen
    Um gefördert zu werden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: aktuelle Förderbekanntmachung, Antragsberechtigung, Aufforderung zur Antragstellung. Bei Verbundpartnern: Abschluss einer Kooperationsvereinbarung, Nachweis der Bonität bei Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein, Nachweis der zweckentsprechenden Verwendung der Mittel.
  • Forschung und Entwicklung (FuE)
    Tätigkeiten, die zum Erkenntniszuwachs beitragen, indem sie z. B. offene wissenschaftliche oder technologische Fragen klären. Dazu gehören: Grundlagenforschung, angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung.
  • FuE-Förderung
    Finanzierung von Forschung und Entwicklung durch die öffentliche Hand. Sie erfolgt in der Regel durch nicht rückzahlbare Zuschüsse für konkrete Vorhaben.
  • Förderbekanntmachung (Bekanntmachung/Förderrichtlinie)
    Bindende Handlungsvorschrift mit formalisiertem Aufbau (Zuwendungszweck/Gegenstand, Rechtsgrundlage, Zuwendungsempfänger usw.). Thema, Konditionen und Fristen der Förderung werden benannt.
  • Förderprogramm
    Gibt Ziele für die Förderung in einem definierten Bereich (Innovationsfeld/Technologiefeld) vor. Es bildet den Rahmen für Fördermaßnahmen und Förderinitiativen.
  • Förderquote
    Prozentualer Anteil der Gesamtkosten eines Förderprojektes, der durch Fördermittel finanziert wird.
  • Innovation
    Die Einführung von neuen oder wesentlich verbesserten Produkten (Güter, Dienstleistungen), Prozessen sowie Marketing- und Organisationsmethoden.
  • KMU-Bonus
    EU-rechtlicher Aufschlag auf die Förderquote, der speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gewährt werden kann.
  • Kooperationsvereinbarung, schriftliche
    Wird von allen Partnern eines Verbundvorhabens über ihre Zusammenarbeit abgeschlossen. Geregelt werden die Verteilung von Rechten und Pflichten zur Benutzung und Verwertung von Wissen und Ergebnissen.
  • Projektkoordinator
    Wird bei Verbundvorhaben durch die Partner bestimmt. Er repräsentiert das Projekt und verantwortet die Managementprozesse (Projektablauf, Ressourcenplanung und Kommunikation).
  • Projektskizze (Projektantrag, Skizze)
    Kurzgefasste Vorhabenbeschreibung, die dem formalen Förderantrag vorgeschaltet sein kann. Sie enthält alle wesentlichenInformationen zur Beurteilung der Förderfähigkeit.
  • Projektträger
    Organisationen, die im Auftrag von Ministerien Forschungs- und Entwicklungsprojekte fachlich und administrativ betreuen. Sie beraten und begleiten Sie bei der Durchführung der Projekte bis zu ihrem Abschluss.
  • Verbundvorhaben/-projekte
    Projektbezogene Zusammenarbeit von Unternehmen und/oder wissenschaftlichen Einrichtungen, die in einer Kooperationsvereinbarung zu regeln ist.
  • Zuwendung
    Öffentliche Gelder, die ohne einen bestehenden Rechtsanspruch vergeben werden. Sie sind grundsätzlich zweckgebunden.
  • Zuwendungsbescheid
    Zusammenfassung der rechtsverbindlichen Entscheidung zur Gewährung von Fördermitteln unter bestimmten Bedingungen. Diese sind einzuhalten, ansonsten besteht ein Widerrufs- bzw. Rückforderungsanspruch des Fördermittelgebers.
  • Zuwendungsempfänger
    Alle Akteure, die Fördergelder gemäß ihrem bewilligten Antrag erhalten.